Risikofaktor Agenturvergütung

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Markus Biermann, Geschäftsführer von CROSSMEDIA, zum Thema Agenturvergütung

Die Diskussion um die Agenturvergütung ist neu entfacht. Coca-Cola will nur zahlen, wenn festgelegte Leistungswerte erreicht werden. Wir haben in der Branche nachgefragt.

Nachfolgend das Statement von Markus Biermann

Zwangsläufig ungerechte Verteilung der Freispots

„Die eigentliche Sache betreffend, ist das Modell von Coca-Cola ja gar nicht neu. Erfolgsabhängige Vergütungen – auch bis zu „30 Prozent“ – sind schon länger an der Tagesordnung. Optimistisch gesehen birgt das Modell die Chance auf einen höheren Profit. Die Frage ist jedoch, inwieweit dieser Vorstoß eines großen Unternehmens wie Coca-Cola Schule macht. Denn spinne ich das Modell weiter, geht es unterm Strich wieder auf Kosten kleiner und mittelgroßer Kunden. Je mehr ich die Verantwortung für den Erfolg einer Kampagne an Mediahandelshäuser delegiere, bewege ich jene dazu, so lange (mit Freispots) nachzuschießen, bis sich die Kampagne nachweislich erfolgreich auswirkt und sie den Profit einstreichen können. Nicht schlimm? Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wenn ich die zusätzliche Leistung (z.B. in Form von Freispots) nur bekomme, wenn ich sie anderen Kunden, denen sie eigentlich zustehen, wegnehme, dann finanzieren am Ende kleine und mittlere Kunden den Erfolg von solchen Big Playern wie Coca-Cola.“