Nick hat das Nachsehen

art_Bianca Moeck

Der Start des Disney Channels in Deutschland vor drei Jahren hat die Karten für die konkurrierenden Kindersender neu gemischt. Bianca Moeck, Gruppenleiterin und Verantwortliche für den Bereich Kinder- und Familienmarketing bei CROSSMEDIA, wirft einen Blick auf den hart umkämpften Kindermarkt:

[…] Obwohl das Jahr noch nicht zu Ende ist und das fetteste Stück vom Werbekuchen erst im vierten Quartal und zum Weihnachtsgeschäft serviert wird, zeigt sich schon jetzt, dass der Markt boomt. „Der Kindermarkt wird ganzjährig von den großen Konzernen wie Mattel, Hasbro, Lego und Playmobil dominiert“, sagt Bianca Moeck, Verantwortliche für den Bereich Kinder- und Familienmarketing bei Crossmedia. Laut Ebiquity lag das Volumen der drei werbefinanzierten Sender Super RTL, Disney Channel und Nickelodeon in den ersten zehn Monaten des Jahres bei insgesamt 436,95 Mio. Euro. Das ist ein Anstieg um 10,6 Prozent. Dabei handele es sich tatsächlich „größtenteils um eine ‚echte‘ Erhöhung der Bruttowerbeausgaben“, sagt Pascal Schumacher, Director Sales und Business Development von Ebiquity. „Anders als im Gesamtmarkt entfallen auf den Kinderwerbemarkt gut 60 Prozent der TV-Gelder auf das letzte Quartal“, erklärt Moeck. Schon heute zeichne sich ein positiver Gesamttrend ab, obwohl „noch zwei starke TV-Monate bevorstehen“, sagt die Media-Expertin.

Von diesem positiven Gesamttrend profitieren vor allem zwei Gattungen: „Die Gewinner sind definitiv TV und Print“, so Moeck weiter. Am stärksten zugelegt hat Disney mit einem Wachstum von 28,16 Prozent, Super RTL hat 7,23 Prozent dazugewonnen, Nickelodeon hat dagegen 1,42 Prozent verloren und ist somit auch im Werbemarkt das Schlusslicht im Terzett. […]

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