Knabber-Event: Wie die Snackbranche vom ESC profitiert

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Das CROSSMEDIA Datenpuzzle blickt hinter den blauen Samtvorhang des Eurovision Song Contest:

Monster in Plateaustiefeln, Frauen mit Bart: Viel hat sich getan, seit der Eurovision Song Contest – damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson – 1956 zum ersten Mal ausgetragen wurde. Zum diesjährigen Finale in Stockholm am 14. Mai trägt das „Crossmedia Datenpuzzle“ einige interessante Fakten zusammen.

Den begehrten Sieg beim ESC gab es für Deutschland bisher zwei Mal: 1982 konnte Nicole mit „Ein bisschen Frieden“ überzeugen, 2010 holte Lena Meyer-Landrut mit „Satellite“ die Trophäe. Die Erfolge haben nach wie vor großen Einfluss auf die Zuschauerstruktur: So sind diejenigen, die den Eurovision Song Contest 2015 gesehen haben, eher weiblich und zwischen 18 und 24 oder zwischen 45 und 54 Jahre alt. Es gibt also einen Split in der Zielgruppe in die jüngere „Generation Lena“ und die ältere „Generation Nicole“.

Ein Blick auf die regionale Verteilung der ESC-Zuschauer zeigt zudem ein besonders hohes Interesse für den ESC in Hamburg (Index 120), wo auf der Reeperbahn auch die offizielle ESC-Party stattfindet. Moderiert wird die Party vor und nach der Übertragung aus Stockholm auch in diesem Jahr von Barbara Schöneberger, die unter den Zuschauern eine um 47 Prozent erhöhte Beliebtheit gegenüber der Gesamtbevölkerung erfährt.

Erwartungsgemäß ist die Zielgruppe des ESC sehr musikinteressiert (Index 149). 33 Prozent beschreiben sich als Musik-Nerds, 31 Prozent geben an, unter der Dusche zu singen, 14 Prozent bezeichnen das Singen als ihr Hobby und 12 Prozent schreiben bzw. komponieren in ihrer Freizeit sogar eigene Songs. Zudem ist auch das Interesse für die Show „The Voice of Germany“ sehr groß: Mehr als jeder vierte ESC-Zuschauer (28 Prozent) hat die Show in den letzten 12 Monaten verfolgt und sollte somit auch Jamie-Lee, die Gewinnerin der vergangenen Staffel und unser Star für Stockholm, kennen. 80 Prozent derer, die im letzten Jahr den ESC gesehen haben, stehen Jamie-Lee positiv gegenüber. Auch Nicole und Lena verbuchen ähnliche Beliebtheitswerte – die Chancen für Jamie-Lee stehen also gar nicht schlecht.

Zuckersüß sind beim ESC übrigens nicht nur die Kostüme von Dekora-Kei-Fan Jamie-Lee: für die Zielgruppe des ESC ist es undenkbar, Fernsehen ohne Süßwaren und Snacks zu schauen (Index 144). Besonders beliebt: Katjes (Index 136) und Ritter Sport (Index 114).

Gleichzeitig ist die Aufmerksamkeit der Zielgruppe für Werbung im TV laut Selbsteinschätzung besonders hoch (Index 123). Pech nur für die Hersteller von Süßwaren und Knabbereien, dass der ESC in der ARD übertragen wird und somit werbefrei ist. Ein kleines Hintertürchen für die Werbetreibenden bietet allerdings die Online-Werbung: 60 Prozent der Zielgruppe nutzen TV und Internet parallel, gut die Hälfte tummelt sich dabei in den soziale Medien.

Auch innerhalb der Agentur Crossmedia erfreut sich der ESC übrigens großer Beliebtheit – die firmeneigene Agentur-Band, die „Streuverluste“, wird sich am 14. Mai mit Naschwerk und Knusperkram vor dem Fernseher einfinden.

Mit dem „Crossmedia Datenpuzzle“ bietet die Düsseldorfer Mediaagentur Crossmedia auf W&V Online regelmäßig eine Kurzanalyse zu Themen des aktuellen Zeitgeschehens. Grundlage jedes „Datenpuzzles“ sind bevölkerungsrepräsentative Daten aus „YouGov Profiles„, einem Marktforschungsprodukt zur Analyse und Segmentierung von Marken und Zielgruppen. Die Daten werden dabei in Beziehung zueinander gesetzt.

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