Guter Themenmix, tiefgründige Recherche: Mediaagenturen sehen für Spiegel Classic einen Platz am Kiosk

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Mit Spiegel Classic möchte der Spiegel-Verlag die Zielgruppe der Best Ager für sich gewinnen. Mediaexperte David Manschwedat erörtert die Erfolgschancen des Magazins:

Der Markt der Best-Ager-Magazine ist hart umkämpft. So drängen Großverlage wie Bauer und Burda mit neuen Titeln wie meins und Lust auf mehr seit Kurzem in das Segment. Nun kommt der Spiegel-Verlag mit dem Ableger Spiegel Classic an die Kioske. Die Mediaagenturen sehen trotz des Wettbewerbs für das neue Spiegel-Produkt gute Chancen am Lesermarkt. Denn der Newcomer würde mit seinem thematischen Mix und der tiefgründigen Recherche genau den Zeitgeist der Zielgruppe treffen.

Ob meins vom Hamburger Bauer Verlag oder Lust auf mehr vom Münchner Konkurrenten Hubert Burda Media – die deutsche Verlagsszene hat mit neuen Titeln die Zielgruppe der Frau ab 50 Jahren für sich entdeckt. Nun drängt der Spiegel-Verlag mit Spiegel Classic in das heiß umkämpfte Magazinsegment, dass sich gleichermaßen an Frauen und Männer ab 50 richtet. David Manschwedat, Gruppenleiter bei der Mediaagentur Crossmedia, sieht für den neuen Spiegel-Ableger Potenzial am Lesermarkt: „Ich bin mir sicher, dass Spiegel Classic eine sehr gute Chance am Markt hat. Dass die Lage auf dem Print-Markt herausfordernd ist, ist jedem – bestimmt auch den Machern von Spiegel Classic – bewusst. Ich sehe aber allenfalls einzelne kompetitive Titel, die das bieten, was der neue Titel des Spiegels bietet: eine Mischung aus Rückblick in die früheren Jahre der Leser, die bewegendsten politischen und kulturellen Ereignisse – beispielsweise die Mondlandung – und gleichzeitig objektive und auch kontroverse Berichterstattung der Gegenwart“, meint der Printexperte.

Vor allem würde sich das neue Spiegel-Produkt von vielen Konkurrenztiteln abheben. „Wie man es vom Spiegel gewohnt ist, steht die tiefgründige Recherche und Aufbereitung im Vordergrund. Ein guter thematischer Mix. Die Best Ager-Zielgruppe möchte ernst genommen werden: der demographische Wandel, die zeitpolitischen Ereignisse, steigendes kulturelles und gesellschaftliches Interesse werden gespielt,“ erklärt Manschwedat. Auch für Werbetreibende sei der Spiegel-Neuling ein sehr interessantes Objekt. „Der Name Spiegel ist ein Zugpferd, verspricht Kompetenz, Hintergrundrecherche und Qualität. Der Themenmix füllt eine Lücke im Segment Zeitschrift. Und zuletzt trifft der Werbetreibende auf eine kaufkräftige, hoch gebildete und finanziell unabhängige Zielgruppe“, meint der Crossmedia-Experte und ergänzt: „Wir wissen, dass ein Kontakt nicht gleich ein Kontakt ist. Das Umfeld spielt – genauso wie die Kreation – eine ebenso wichtige Rolle. Anders als bei kurzen oder seichten Artikeln profitiert die Werbebotschaft auch vom Involvement der Leser des Spiegel-Ablegers“. […]

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