Agentur-Strategien gegen die Krise

art_markusBiermann

Markus Biermann, Geschäftsführer von CROSSMEDIA, zur Lage der Mediaagenturen in der Krise.

Viele Media-Agenturen haben in der derzeitigen Werbekrise mit doppelten Problemen zu kämpfen: Einerseits brechen die Budgets der Kunden weg, andererseits bleibt der Renditedruck aus dem Netzwerk hoch.

Nachfolgend ausgewählte Textpassagen mit Markus Biermann:

[…] Nach ihren jüngsten Erweiterungen zu den Themen Geomarketing und PR sieht sich auch die Düsseldorfer CROSSMEDIA aktuell gut aufgestellt. Und somit nicht genötigt, Kriseninterventionen zu betreiben – im Gegenteil: „Wir sind glücklicherweise in der Situation, in allen Bereichen aufstocken zu müssen“, sagt CROSSMEDIA-Chef Markus Biermann, „so beschäftigen wir heute 90 Mitarbeiter – zwölf mehr als noch im vergangenen Jahr – und streben 2009 die 100-Mitarbeiter-Schwelle an.“
[…] Im Vergleich zu Netzwerkagenturen sieht sich CROSSMEDIA gestärkt. „Die Agenturen in den Networks haben weiterhin das Problem, die hohen Gewinnvorgaben ihrer Holdings erfüllen zu müssen“, sagt Biermann, „da wird der Druck in der Krise noch größer.“ Und den Agenturen, für die der Mediaeinkauf die wichtigste Einnahmequelle darstellt, bleibe sicher gar nichts anderes übrig, als auf sinkende Etats und Einnahmen mit Personaleinsparungen zu reagieren, glaubt Biermann: „Stärker auf Strategieberatung zielende Agenturen sind hier in unseren Augen im Vorteil – sie sind wendiger und schneller in der Lage, Entscheidungen zu treffen und diese auch umzusetzen.“ […]

Personalabbau ist für Markus Biermann kein Thema. Im Gegenteil: 2009 soll die Mitarbeiterzahl sogar aufgestockt werden. Keinem Druck der Holdings ausgesetzt zu sein, sieht er als großen Vorteil.